Vollform

Diplom-Sozialbetreuung mit Schwerpunkt Familienarbeit

inklusive Fachausbildung Behindertenarbeit & Pflegeassistenz

Duale Ausbildungsform

Theorie- und Praktikumsblöcke (jeweils 5-wöchig) wechseln sich während der Ausbildungsjahre ab.

THEORIESTUNDEN

Das Schuljahr beginnt Anfang September und dauert bis Ende Juni. Die Unterrichtsstunden finden in den Theorieblöcken von Montag bis Freitag ganztägig statt.

PRAKTIKUMSSTUNDEN

Die Praktika finden sowohl in Pflegeeinrichtungen, im Wohn- und Tagesbetreuungsbereich von Menschen mit Beeinträchtigung als auch im mobilen und stationären Familienarbeitsbereich statt.

Dauer

Fachabschluss: 2 Jahre

Diplomniveau: 3 Jahre

Abschluss

nach 2 Jahren

Fachsozialbetreuer_in für Behindertenarbeit (FSB-BA)

Pflegeassistent_in (PA)

Entscheidungsmöglichkeit zwischen dem Diplom in der Familienarbeit oder dem Umstieg zum 

Diplom in der Behindertenarbeit

nach 3 Jahren

Diplomsozialbetreuer_in Familienarbeit (DSB-F)

Die Diplomausbildung entspricht 120 ECTS.

Mögliche Zusatzqualifikation während der Fachausbildung: Sozialpsychiatrie

Berufsfelder

sind Spezialist_innen für die Arbeit mit körperlich, mental und/oder intellektuell gehandicapten Menschen, wobei aktuelle Methoden und Erkenntnisse der Pädagogik, Förderung und Pflege zur Anwendung kommen. 

Sie üben ihre assistierenden, begleitenden und fördernden Tätigkeiten in den Lebensfeldern Bildung, Beschäftigung, Arbeit, Wohnen und Freizeit aus nach den Prinzipien der Inklusion, Selbstbestimmung und des Empowerments.

Berufliche Kompetenzen:

  • Konkrete Tätigkeiten und Maßnahmen der Begleitung, Betreuung, Anleitung, Förderung, Assistenz und Beratung von Menschen mit  Beeinträchtigung (auch mit höchstem Förderbedarf)
  • Anbieten zeitgemäßer Unterstützungsangebote nach den Grundsätzen der Lebensqualität, sozialen Teilhabe und Hilfe zur Selbsthilfe
  • Gestaltung personenzentrierter und entwicklungsorientierter Beziehung
  • Integration der pflegerischen Handlungen (gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der Pflegeassistenz) in die pädagogische Betreuung und Begleitung

Die Pflegeassistenzberufe unterstützen diplomiertes Pflegepersonal sowie Ärzt_innen bei der Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Sie sind zuständig für die Unterstützung in der Pflege sowie für die Mitarbeit bei Therapie und Diagnose. Die integrierte Pflegeassistenzqualifikation bietet die Möglichkeit, in Einrichtungen der Gesundheits- und Krankenpflege (Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen, Einrichtungen der Behindertenbetreuung, Rehabilitationseinrichtungen, Organisationen der Hauskrankenpflege, ärztlichen Ordinationen) tätig zu sein.

Berufliche Kompetenzen:

  • Haltung entsprechend den Grundsätzen der professionellen Pflege
  • Durchführen des Pflegeprozesses
  • Berufsadäquate Gestaltung von Beziehungen unter Beachtung der
    Kommunikationsregeln
  • Durchführen von Pflegeinterventionen entsprechend des Berufsbildes
  • Mitwirkung bei medizinisch-diagnostischen und -therapeutischen Aufgaben
  • Krankenbeobachtung
  • Dokumentation der durchgeführten Pflegemaßnahmen
  • Prophylaktische Pflegemaßnahmen
  • Wartung, Reinigung und Desinfektion von Pflegebehelfen
  • Kooperation mit anderen im Feld tätigen Berufsgruppen und Angehörigen
  • Koordination und Organisation im Berufsalltag
  • Entwicklung und Sicherung von Qualität

unterstützen die Betroffenen in Alltagsfragen (Haushaltsführung, Säuglingspflege, Kindererziehung, Lernhilfe etc.). DSB-F betreuen und fördern Minderjährige entsprechend ihrer Bedürfnisse und vermitteln bei Konflikten und Problemen. Darüber hinaus helfen sie, Krisen zu überwinden und neue Perspektiven zu schaffen.

Diplom-Sozialbetreuer_innen arbeiten:

einerseits im Rahmen von mobilen Diensten und üben ihre Tätigkeit im Privatbereich von Familien aus (Klassische Familienhilfe, Familienhilfe in der Kinder- und Jugendhilfe, Flexible Hilfe, …).

andererseits in familienähnlichen Lebensformen (stationär in Wohngemeinschaften und Wohngruppen)

Berufliche Kompetenzen:

  • Kenntnisse aus den Themenfeldern Sozialbetreuung, Sozialarbeit und sozialpädagogische
    Begleitung sowie Grundlagen der Psychologie
  • Zielgruppenvielfalt in Theorie und Praxis (Säuglinge bis Senioren; Einzel-, Familien- und
    Gruppenarbeit)
  • Beziehungsarbeit (Kommunikation, Krisenintervention, …)
  • Feinfühliger Umgang mit Säuglingen, inkl. Säuglingspflege
  • Alltagsmanagement und Haushaltsökonomie
  • Kreative, sportliche und erlebnisorientierte Freizeitgestaltung
  • Gesundheitsprävention
  • Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen des Sozialbereichs

Anmerkung: Aufgrund der unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen in den Bundesländern finden Absolvent_innen unterschiedliche Anstellungsmöglichkeiten vor.

Aufnahmevoraussetzungen

  • Erfolgreicher Abschluss einer höheren oder mittleren Schule oder einer Berufsausbildung
  • Vollendung des 17. Lebensjahres spätestens im Kalenderjahr der Aufnahme
  • Nachweis der zur Erfüllung der Berufspflichten in der Pflegeassistenz erforderlichen gesundheitlichen Eignung bzw. Vertrauenswürdigkeit
  • Hohe Belastungsfähigkeit und Reflexionsbereitschaft
  • In begründeten Einzelfällen kann vom Abschluss einer Schule bzw. einer Berufsausbildung abgesehen werden, wenn gewichtige Lebens- oder Berufserfahrungen im Hinblick auf den Sozialbetreuungsberuf belegt werden können
  • Erfolgreiche Absolvierung des Aufnahmeverfahrens an der SOB
  • Aufnahmegebühr: EUR 30,-
  • Anrechnungen

    Studierende können von der Schulleitung von der Teilnahme an Pflichtgegenständen und Praktika befreit werden, wenn sie diese bereits in einer vorhergehenden Ausbildung absolviert haben oder entsprechende Kompetenzen nachweisen können.
    Diesbezügliche Anträge sind zu Beginn des Schuljahres an die Direktion zu richten.

    Finanzielles

    • monatliches Schulgeld: EUR 30,-
    • Fachprüfungsgebühr und Pflegeassistenzprüfungsgebühr: je EUR 20,-
    • Diplomprüfungsgebühr: EUR 100,-

    Zu den Anmeldeformularen